Die Schulung zum Strukturmodell – ein Baustein zum Erfolg

Wer andere begeistern will, muss selbst begeistert sein. – So heißt es in einem Sprichwort.

Deshalb gehört in die Schulungen zum Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation jede Menge Fachwissen, aber auch eine gehörige Portion Leidenschaft für das Thema.

Wenn es gelingt, die Mitarbeiter*innen darin aktiv einzubinden, geht man definitiv reicher aus den Schulungen heraus als man hineingegangen ist.

Das ist unser Schatz, den wir während unzähliger Schulungen geborgen haben. Durch ihre Ideen und interessanten Fragestellungen haben die Mitarbeiter*innen ihre eigene Pflegedokumentation und die damit verbundene Organisation von Arbeitsabläufen maßgeblich weiterentwickelt. Und sie tun es immer noch… Derzeit wird ein neuer Überleitungsbogen von den Ideengeber*innen in der Praxis getestet.

 

Welcher Rahmen ist nun aus unserer Sicht für das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation empfehlenswert?

Hier sind unsere Tipps, das Ergebnis ausmehrjährigen Implementierungserfahrungen:

Inhalte:

  • Kreieren Sie Ihre eigenen Schulungen auf Basis der offiziellen Schulungsunterlagen (https://www.ein-step.de/schulungsunterlagen/schulungsunterlagen/).
  • Nutzen Sie die Chance, die Vermittlung des Fachwissens mit neuen organisatorischen Regelungen zu verbinden, beispielsweise wie zukünftig die Dienstübergabe mit der neuen Pflegedokumentation stattfinden sollte.

Methoden:

  • Führen Sie viele Übungen durch, an die sich die Schulungsteilnehmer*innen auch im Nachhinein noch gern erinnern.
  • In den offiziellen Schulungsunterlagen (Link: siehe oben) sind Fallbeispiele enthalten, Sie können sie aber auch selber gestalten: Denken Sie sich Frau oder Herrn Mustermann aus, spielen Sie Ihr Beispiel vor und lassen Sie die Teilnehmer*innen die Strukturierte Informationssammlung (SIS®) und den Maßnahmenplan gemeinsam erarbeiten.
  • Geben Sie den TeilnehmerInnen eine Musterakte ihrer neuen Pflegedokumentation an die Hand, das Fallbeispiel aus den Schulungen könnte darin enthalten sein. So haben sie in der Praxis einen konkreten Bezug zu ihrer Schulung.
  • Wiederholen Sie Kernaussagen, die besonders wichtig sind.

Rahmen:

  • Empfehlenswert ist eine ganztägige Schulung, d.h. Sie sollten einen Zeitrahmen von 6 bis 8 Stunden einplanen.
  • Schulen Sie Pflegefachkräfte, Pflegekräfte und Auszubildende gemeinsam. Es gibt zwar in der Pflegedokumentation wie bisher unterschiedliche Verantwortungsbereiche, aber wenn alle das Strukturmodell kennen und anwenden sollen, dann ist ein gemeinsames Verständnis eine wichtige Voraussetzung.
  • Wenn in Ihrer Einrichtung auch Ergotherapeut*innen tätig sind, dann lassen Sie sie ebenfalls daran teilnehmen. Strukturmodell geht alle an!
  • Auch Betreuungsassistent*innen sind Beteiligte in der Pflegedokumentation und brauchen eine Schulung, die natürlich etwas weniger umfangreich sein kann.

Während der Implementierungsphase, wenn alle Pflegedokumentationen in der Einrichtung neu erstellt werden müssen, sollten Sie für die Pflegefachkräfte noch einen zweiten Schulungstag einplanen. Wenn die Mitarbeiter*innen den ersten Tag absolviert haben, ist die Motivation groß, das Neuerlernte praktisch auszuprobieren.

Mit dem zweiten Schulungstag erhalten die Pflegefachkräfte die Möglichkeit, mit ihrer ersten eigenen Akte zu beginnen. Daneben fördert die Beschäftigung mit der eigenen Dokumentation den fachlichen Austausch miteinander. Nicht selten haben wir erlebt, dass die Arbeit der Kolleg*innen mehr als im Arbeitsalltag wahrgenommen und in besonderer Weise wertgeschätzt wird.

 

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