Was Pflege bewegen kann

Singen kann uns befreien, ein gutes Gefühl machen oder hilft, den Emotionen freien Lauf zu lassen. Welche Wirkung Singen haben kann, ist eindrucksvoll in dem Beitrag unserer FreundInnen, KollegInnen und Berliner NachbarInnen vom Ricam-Hospiz beschrieben: https://www.ricam-hospiz.de/2019/hospiz-praxis/wie-ich-dazu-kam-abend-lieder-im-hospiz-zu-singen/

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Vielen Dank! Toll, dass sich Menschen bei uns so verwirklichen können. Ein eigener Chor – das ist schon etwas ganz Besonderes! Und dass jetzt 20-30 Menschen regelmäßig zum Singen zusammenkommen ist großartig. Da kriegt man Lust auf eine Hörprobe. Na, vielleicht kriegen wir das auch noch hin.😉

  2. Singen ist gesund…
    Es war zunächst ein Kontakt wie jeder andere im Herbst 2016, ein freundliches Ehepaar betrat das Büro unseres Sozialdienstes und regelt den Umzug in das Betreute Wohnen unserer Einrichtung.
    Sie erzählte, sie seien mit Hingabe Lehrer gewesen und sie lieben die Musik. Kein Wunder, hatte sie doch viele Jahre Schüler in Musik unterrichtet. Ihr Hauptinstrument ist das Akkordeon, ein wenig Keyboard spielt sie auch.
    Es lag viel Stolz und noch mehr Sehnsucht in der Stimme, als sie von ihrer Arbeit in einem anderen Seniorenchor erzählten. Und natürlich stellte sich die Frage, ob es wohl hier in der Nähe oder sogar in der Einrichtung einen Chor gäbe. Es dauerte nur Augenblicke und die Idee einen eigenen Chor zu gründen war geboren. Instrumente gäbe es in der Familie und wenn wir genug Sänger fänden die Lust hätten, dann wäre sie gern bereit die Leitung des Chores zu übernehmen.
    Und so begaben wir uns auf die Suche nach Bewohnern und Mietern der Einrichtung, die sich ausprobieren wollten. Es ergaben sich unzählbare Gespräche. Uns war bis dahin nicht bewusst, wie viele unserer Bewohner sich in jungen Jahren im Chor engagierten. Natürlich wurde die Idee abgewehrt und die Antwort: „Ich kann nicht mehr singen, dafür bin ich viel zu alt“ gab es in nahezu jedem Gespräch. Und dennoch, die Aussicht, dass „schiefe Stimmen“ in der Menge nicht auffallen, ließ zum ersten Chortreffen im Dezember 2016 insgesamt 35 Bewohner und Mieter des Paritätischen Seniorenwohnen am Heckelberger Ring zusammen kommen. Aus entspanntem miteinander singen, sollte in der Zukunft die Möglichkeit erwachsen, auch diejenigen zu erreichen die nicht mehr an den Veranstaltungen teilnehmen können. Geburtstagsständchen, ein eigenes Weihnachtskonzert – wir hatte viele Ideen. Unser Chor besteht nun seit mehr als zwei Jahren und an jedem Donnerstag wird unter der Begleitung des Akkordeons fleißig geübt. Frühjahrskonzert, Weihnachtsingen wir haben uns all diese Wünsche erfüllt. Es ist unglaublich wie Textsicher unsere Senioren und Gäste sind, auch wenn Demenzielle Erkrankungen bereits fortgeschritten vorhanden sind. Mit jeder Probe und jedem Konzert ist der Stolz auf die eigene Leistung spürbar und zunehmend lockt die Musik auch Anwohner an, welche die Stimmen unserer Senioren unterstützen. Singen und musizieren löst nicht nur Verspannungen, Singen sorgt für Ausgeglichenheit, fördert die Konzentrationsfähigkeit, reduziert Stresshormone, hebt die Stimmung und weckt die Lebensgeister.
    Und immer wieder sind wir überrascht, wie groß die Stimmgewalt von ca. 20 bis 30 regelmäßigen Chorsängern ist, die sich so ganz ohne Zwang zu einer der gesündesten und schönsten Beschäftigung treffen. Wir hoffen, dass uns diese Möglichkeit des gemeinsamen Singens noch lange erhalten bleiben wird und sind sehr dankbar für das Engagement, mit dem diese Aktivität unterstützt wird. Nicht zuletzt durch unsere Chorleiterin.

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  1. Vielen Dank! Toll, dass sich Menschen bei uns so verwirklichen können. Ein eigener Chor – das ist schon etwas ganz Besonderes! Und dass jetzt 20-30 Menschen regelmäßig zum Singen zusammenkommen ist großartig. Da kriegt man Lust auf eine Hörprobe. Na, vielleicht kriegen wir das auch noch hin.😉

  2. Singen ist gesund…
    Es war zunächst ein Kontakt wie jeder andere im Herbst 2016, ein freundliches Ehepaar betrat das Büro unseres Sozialdienstes und regelt den Umzug in das Betreute Wohnen unserer Einrichtung.
    Sie erzählte, sie seien mit Hingabe Lehrer gewesen und sie lieben die Musik. Kein Wunder, hatte sie doch viele Jahre Schüler in Musik unterrichtet. Ihr Hauptinstrument ist das Akkordeon, ein wenig Keyboard spielt sie auch.
    Es lag viel Stolz und noch mehr Sehnsucht in der Stimme, als sie von ihrer Arbeit in einem anderen Seniorenchor erzählten. Und natürlich stellte sich die Frage, ob es wohl hier in der Nähe oder sogar in der Einrichtung einen Chor gäbe. Es dauerte nur Augenblicke und die Idee einen eigenen Chor zu gründen war geboren. Instrumente gäbe es in der Familie und wenn wir genug Sänger fänden die Lust hätten, dann wäre sie gern bereit die Leitung des Chores zu übernehmen.
    Und so begaben wir uns auf die Suche nach Bewohnern und Mietern der Einrichtung, die sich ausprobieren wollten. Es ergaben sich unzählbare Gespräche. Uns war bis dahin nicht bewusst, wie viele unserer Bewohner sich in jungen Jahren im Chor engagierten. Natürlich wurde die Idee abgewehrt und die Antwort: „Ich kann nicht mehr singen, dafür bin ich viel zu alt“ gab es in nahezu jedem Gespräch. Und dennoch, die Aussicht, dass „schiefe Stimmen“ in der Menge nicht auffallen, ließ zum ersten Chortreffen im Dezember 2016 insgesamt 35 Bewohner und Mieter des Paritätischen Seniorenwohnen am Heckelberger Ring zusammen kommen. Aus entspanntem miteinander singen, sollte in der Zukunft die Möglichkeit erwachsen, auch diejenigen zu erreichen die nicht mehr an den Veranstaltungen teilnehmen können. Geburtstagsständchen, ein eigenes Weihnachtskonzert – wir hatte viele Ideen. Unser Chor besteht nun seit mehr als zwei Jahren und an jedem Donnerstag wird unter der Begleitung des Akkordeons fleißig geübt. Frühjahrskonzert, Weihnachtsingen wir haben uns all diese Wünsche erfüllt. Es ist unglaublich wie Textsicher unsere Senioren und Gäste sind, auch wenn Demenzielle Erkrankungen bereits fortgeschritten vorhanden sind. Mit jeder Probe und jedem Konzert ist der Stolz auf die eigene Leistung spürbar und zunehmend lockt die Musik auch Anwohner an, welche die Stimmen unserer Senioren unterstützen. Singen und musizieren löst nicht nur Verspannungen, Singen sorgt für Ausgeglichenheit, fördert die Konzentrationsfähigkeit, reduziert Stresshormone, hebt die Stimmung und weckt die Lebensgeister.
    Und immer wieder sind wir überrascht, wie groß die Stimmgewalt von ca. 20 bis 30 regelmäßigen Chorsängern ist, die sich so ganz ohne Zwang zu einer der gesündesten und schönsten Beschäftigung treffen. Wir hoffen, dass uns diese Möglichkeit des gemeinsamen Singens noch lange erhalten bleiben wird und sind sehr dankbar für das Engagement, mit dem diese Aktivität unterstützt wird. Nicht zuletzt durch unsere Chorleiterin.

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