Wie aus einem Prototypen ein Wanderzirkus wurde

Jedes Projekt braucht einen geeigneten Rahmen und den richtigen Zeitpunkt. Angesichts der großen Herausforderungen im Pflegebereich ist es manchmal auch mutig, „nein“ zu sagen. Oder erstmal eine Nummer kleiner anzufangen…

Aufgrund unserer anfänglichen Vorbehalte, ob das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation wirklich für unsere großen vollstationären Einrichtungen das Richtige ist, haben wir das Projekt zunächst auf unsere Kurzzeitpflegeeinrichtung begrenzt.

Die Kurzzeitpflege mit ihren 20 Plätzen und 10-12 Mitarbeitern war wegen ihrer Überschaubarkeit als Pilotprojekt besonders geeignet.

Allerdings war bei dem hohen Durchlauf von ca. 400 Gästen pro Jahr hier auch der Schreibaufwand in der Pflegedokumentation am größten. Keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass für jeden Gast eine Akte geführt wird. Zum damaligen Zeitpunkt sogar noch ausschließlich auf Papier.

In unserem „Labor Kurzzeitpflege“ konnten wir unsere neue Pflegedoku entwerfen, gemeinsam mit den Pflegekräften tüfteln, ausprobieren und verbessern, über die über die Art und Weise der Implementierung sehr viel lernen und uns so einen Prototypen „Strukturmodell“ schaffen, der auf die größeren Einrichtungen übertragbar war.

Aufbauend auf unseren ersten Erfahrungen haben wir in internen Veranstaltungen für einen einheitlichen Informationsstand gesorgt und somit eine solide Entscheidungsgrundlage für alle Einrichtungen geschaffen.

Schließlich haben sich auch unsere vollstationären Einrichtungen für eine Einführung des Modells entschieden. Der Prototyp „Strukturmodell“ ist so eine Art „Wanderzirkus“ geworden, wie wir das liebevoll zu sagen pflegen, der nun von Haus zu Haus zieht.

Unser Geheimtipp: Finden Sie Ihren geeigneten Rahmen für das Projekt, sorgen Sie dafür, dass alle Beteiligten in einem Boot sitzen, legen Sie gemeinsam den Kurs fest und segeln Sie los…

Können Sie über ähnliche Beispiele berichten? Wir freuen uns, wenn sie Ihre Erfahrungen hier mit uns teilen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Der Mut hat sich echt gelohnt. Es war eine tolle Erfahrung gemeinsam das Projekt umzusetzen und die Dokumentation zu gestalten. Der fachliche Austausch war sehr wertvoll in dieser Zeit. Nicht jeder war mutig, manche skeptisch oder vorsichtig, dennoch blickten wir alle in die gleiche Richtung und mussten nur die passende Entscheidung für uns treffen. Am Ende des Projektes bewies die MDK-Prüfung, dass wir auf den richtigen Weg waren. Der Startschuss in eine aufregende Reise und die Umsetzung in allen Häusern. Ich bin stolz auf Jeden, der daran mitgewirkt hat und auf unsere Mitarbeiter, die mit Engagement an die Umstellung heran gegangen sind.
    Dank eines sehr guten Qualitätsmanagements und der Motivation und Begeisterung der Kollegen im QM, ist das Projekt immer noch erfolgreich. Die Mitarbeiter werden immer wieder auf neue mitgerissen und haben Lust auf diese Veränderung. Man freut sich über jeden Meilenstein, der in den Einrichtungen geschafft wird. Da kann man nur den Hut ziehen 🙂

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  1. Der Mut hat sich echt gelohnt. Es war eine tolle Erfahrung gemeinsam das Projekt umzusetzen und die Dokumentation zu gestalten. Der fachliche Austausch war sehr wertvoll in dieser Zeit. Nicht jeder war mutig, manche skeptisch oder vorsichtig, dennoch blickten wir alle in die gleiche Richtung und mussten nur die passende Entscheidung für uns treffen. Am Ende des Projektes bewies die MDK-Prüfung, dass wir auf den richtigen Weg waren. Der Startschuss in eine aufregende Reise und die Umsetzung in allen Häusern. Ich bin stolz auf Jeden, der daran mitgewirkt hat und auf unsere Mitarbeiter, die mit Engagement an die Umstellung heran gegangen sind.
    Dank eines sehr guten Qualitätsmanagements und der Motivation und Begeisterung der Kollegen im QM, ist das Projekt immer noch erfolgreich. Die Mitarbeiter werden immer wieder auf neue mitgerissen und haben Lust auf diese Veränderung. Man freut sich über jeden Meilenstein, der in den Einrichtungen geschafft wird. Da kann man nur den Hut ziehen 🙂

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