Wie sich stationäre Pflegeeinrichtungen auf die Indikatoren zur Beurteilung von Ergebnisqualität und die neuen Qualitätsprüfungen vorbereiten können

Kein leichtes Unterfangen, aber Schritt 1 haben wir bereits getan,

  • indem wir uns ausgiebig mit den Grundlagen beschäftigt haben
  • und intensive Schulungen für Einrichtungsleitungen, Pflegedienstleitungen und Qualitätsbeauftragte durchgeführt haben.

(Nachzulesen in unserem Blog: Link https://pswbestpractice.de/eine-solide-ausgangsbasis-fuer-die-indikatoren-schaffen)

Schritt 2 ist ein Soll-Ist-Vergleich.

Wir haben analysiert, welche Anforderungen sich aus den

ergeben und diese detailliert aufgeschlüsselt. (Einfache Excel-Tabelle reicht aus, sie ist in alle Richtungen auswertbar.)

(Die wichtigsten Grundlagen sind im Blogbeitrag https://pswbestpractice.de/indikatoren-in-der-uebergabezusammengestellt.) 

Anhand dieser Anforderungen haben wir verglichen, wo und wie derzeit bei uns die erforderlichen Daten erhoben werden:

  1. Welche Daten erheben wir schon?
  2. An welchem Ort finden wir sie? (In Papier? In einem Softwareprogramm?)
  3. Wenn in einem Softwareprogramm, an welcher Stelle und in welcher Form (z.B. Freitext oder Auswahlfelder) stehen die Daten am besten zur Verfügung?

Bei diesem Vergleich treten schnell die Probleme und Potentiale zum Vorschein, und ein konkreter Arbeitsplan kann nun erstellt werden.

In Kürze werden wir darüber berichten…

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Beitrag! Unser Netzwerk wird uns dabei unterstützen, jetzt in der Vorbereitungsphase und darüber hinaus in der Zukunft beste Lösungen miteinander auszutauschen.

  2. Auch stimme ich dem Einwand zu, dass es momentan wenig personelle Ressourcen gibt und die Erfassung von Versorgungsergebnissen einen Mehraufwand darstellt.
    Umso wichtiger ist eine gute Vorarbeit des Qualitätsmanagements, wie sie hier vorgeschlagen wird:
    Doppelte Dokumentation vermeiden und möglichst viele Daten aus der schon vorhandenen Dokumentation nutzen. Es macht wenig Sinn erst am Stichtag in den Papieren zu wühlen und die erforderlichen Angaben zusammenzusuchen. Das schafft Frust. Die verbleibende Zeit sollte zielführend genutzt werden.
    Fakt ist: Die alten Qualitätsprüfungen mit ihrer geringen Varianz in der Notenvergabe und den ungenügenden Kriterien zur Darstellung der Qualität waren von allen Beteiligten nicht mehr gewollt.
    Nur weil ein System etabiert ist, muss es nicht sinnvoll sein.
    Das Indikatorensystem bietet eine Chance für die interne Qualitätssicherung: ergriffene Maßnahmen können auf Wirksamkeit überprüft werden.
    Die Struktur- und Prozessqualität tritt bei Prüfungen in den Hintergrund.
    Die Ergebnisqualität wird relevant.
    Pflege wird nicht mehr daran gemessen, wie gut sie dokumentiert wurde.
    Pflege wird als das sichtbar, was sie ist: Die Pflege am Menschen.

  3. Vielen Dank für Ihren Kommentar! Da haben Sie recht, wir haben schon Qualitätsmanagement. Das ist ein Pfund, auf dem wir jetzt aufbauen können. Die Umsetzung der neuen, für stationäre Einrichtungen verpflichtenden Anforderungen bedürfen dennoch einer intensiven Vorbereitung, denn eine halbjährliche Ergebniserfassung pro Bewohner zu einem festgelegten Stichtag macht man leider nicht eben mal so nebenbei. Das ist und bleibt eine große Herausforderung.
    So wie uns geht es derzeit über 13.000 stationären Pflegeeinrichtungen. Toll ist, dass ein guter Austausch in Gang kommt und wir über unsere unterschiedlichen Herangehensweisen miteinander fachsimpeln. Deshalb zeigen wir hier einen Weg der Vorbereitung auf das neue Verfahren, unseren Weg eben.

  4. Wie kann man den so etwas verfassen. Wir machen ja so apls hätte man mit Qualität bisher nichts gemacht. Das stimmt doch nicht. Und in Zeiten knapper werdender personelle Ressourcen zusätzliche Meldungen an die DAS einzuführen ist eine der schlimmsten bürokratischen Entscheidungen ohne wirkliche Auswirkungen auf das QM

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  1. Vielen Dank für den Beitrag! Unser Netzwerk wird uns dabei unterstützen, jetzt in der Vorbereitungsphase und darüber hinaus in der Zukunft beste Lösungen miteinander auszutauschen.

  2. Auch stimme ich dem Einwand zu, dass es momentan wenig personelle Ressourcen gibt und die Erfassung von Versorgungsergebnissen einen Mehraufwand darstellt.
    Umso wichtiger ist eine gute Vorarbeit des Qualitätsmanagements, wie sie hier vorgeschlagen wird:
    Doppelte Dokumentation vermeiden und möglichst viele Daten aus der schon vorhandenen Dokumentation nutzen. Es macht wenig Sinn erst am Stichtag in den Papieren zu wühlen und die erforderlichen Angaben zusammenzusuchen. Das schafft Frust. Die verbleibende Zeit sollte zielführend genutzt werden.
    Fakt ist: Die alten Qualitätsprüfungen mit ihrer geringen Varianz in der Notenvergabe und den ungenügenden Kriterien zur Darstellung der Qualität waren von allen Beteiligten nicht mehr gewollt.
    Nur weil ein System etabiert ist, muss es nicht sinnvoll sein.
    Das Indikatorensystem bietet eine Chance für die interne Qualitätssicherung: ergriffene Maßnahmen können auf Wirksamkeit überprüft werden.
    Die Struktur- und Prozessqualität tritt bei Prüfungen in den Hintergrund.
    Die Ergebnisqualität wird relevant.
    Pflege wird nicht mehr daran gemessen, wie gut sie dokumentiert wurde.
    Pflege wird als das sichtbar, was sie ist: Die Pflege am Menschen.

  3. Vielen Dank für Ihren Kommentar! Da haben Sie recht, wir haben schon Qualitätsmanagement. Das ist ein Pfund, auf dem wir jetzt aufbauen können. Die Umsetzung der neuen, für stationäre Einrichtungen verpflichtenden Anforderungen bedürfen dennoch einer intensiven Vorbereitung, denn eine halbjährliche Ergebniserfassung pro Bewohner zu einem festgelegten Stichtag macht man leider nicht eben mal so nebenbei. Das ist und bleibt eine große Herausforderung.
    So wie uns geht es derzeit über 13.000 stationären Pflegeeinrichtungen. Toll ist, dass ein guter Austausch in Gang kommt und wir über unsere unterschiedlichen Herangehensweisen miteinander fachsimpeln. Deshalb zeigen wir hier einen Weg der Vorbereitung auf das neue Verfahren, unseren Weg eben.

  4. Wie kann man den so etwas verfassen. Wir machen ja so apls hätte man mit Qualität bisher nichts gemacht. Das stimmt doch nicht. Und in Zeiten knapper werdender personelle Ressourcen zusätzliche Meldungen an die DAS einzuführen ist eine der schlimmsten bürokratischen Entscheidungen ohne wirkliche Auswirkungen auf das QM

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